Chemische Industrie

Chemische Industrie

Was wären moderne Produkte ohne Wärmetauscher?

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Elegante Damenstrümpfe, farbenfrohe Lacke oder angesagte Smartphones – ohne Chemie gäbe es das alles nicht. Was im 18. und 19. Jahrhundert mit der Produktion von Schwefelsäure, Soda sowie Düngemitteln, Farben, Kunstfasern und Arzneien begann, ist heute eine der innovativsten und wachstumsstärksten Branchen: die chemische Industrie. In Deutschland ist sie – mit Basischemie, Spezialchemie und Pharmazeutik – die fünftgrößte Branche mit einem Produktionsvolumen von mehr als 150 Milliarden Euro. Ohne effiziente und vor allem sichere Wärmetauscher wären moderne Chemieverfahren undenkbar.

Gaskühlung

Herstellungsprozesse in der Chemieindustrie sind im Grunde chemische Reaktionen im industriellen Maßstab. Dafür werden häufig sogenannte technische Gase gebraucht, also Sauerstoff, Stickstoff oder ein anderes Gas. In chemischen Großanlagen erfolgt die Versorgung mit technischen Gasen oftmals zentral. Turbinen- und Kolbenverdichter erhöhen den Druck dieser Gase auf das erforderliche Niveau. Nach jedem Verdichtungsschritt leiten meist Rippenrohr- oder Rohrbündelwärmetauscher die Verdichtungswärme über einen Wasserkühlkreislauf ab. Rippenrohr- oder Rohrbündelwärmetauscher finden als Druckgaskühler auch bei der Weiterverarbeitung petrochemischer Produkte, Lacke, Beschichtungen und Polyurethane Verwendung.

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Gasrückkühlung in Luftzerlegungsanlagen. Luftzerlegungsanlagen werden großtechnisch genutzt, um gasförmigen und flüssigen Sauerstoff, Stickstoff und Edelgase zu gewinnen. Hierzu sind extrem niedrige Temperaturen erforderlich. Wir können für diesen Prozess verschiedene Rippenrohrwärmetauscher konfigurieren.

Industrielle Trocknung

Rippenrohrwärmetauscher eignen sich zur Trocknung und Förderluftkühlung bei der Herstellung von Pulvern oder Granulaten, die in der chemischen und pharmazeutischen Industrie häufig benötigt werden. Glattrohrwärmetauscher können auch in stark verunreinigter Luft genutzt werden.

Dampfverflüssigung

In vielen chemischen Prozessen entsteht entweder Dampf oder er wird benötigt. Typische Beispiele sind Dünger- und Terephtalsäureproduktion. Terephtalsäure wird in erster Linie für die Herstellung von PET – dieses wiederum zum Beispiel für Flaschen – verwendet. Um Abdampf oder dampfförmiges Kältemittel (wieder) zu verflüssigen, stehen Oberflächenkondensatoren in Gestalt von Rohrbündelwärmetauschern oder Plattenwärmetauschern zur Wahl.

Trenntechnik

Um einen wertvollen Stoff zurückzugewinnen – zum Beispiel teures Jod in der Pharmaproduktion – oder das Entweichen in die Umwelt zu vermeiden – zum Beispiel bei Schutzgasen in Lagertanks –, kann ein Rohrbündelwärmetauscher in Frage kommen. Wir setzen bei dieser thermischen Stofftrennung auf ein Vorbild aus der Natur: Desublimation, die wie die Kristallisation bei natürlicher Rauhreifbildung funktioniert. Im Gegensatz zu einer chemischen Wäsche entfällt die Entsorgung von Lösungsmitteln. Die Produktreinheit und der Abscheidegrad sind im Fall der Desublimation höher.

Sicherheit im Fokus

Produkt- und Produktionssicherheit sind Schlüsselaspekte in der Chemieindustrie. Die wertvollen, manchmal auch gefährlichen Produkte müssen zuverlässig von den Kühlmedien ferngehalten werden – und umgekehrt. Dem tragen unsere Ingenieure durch Design und Wahl der richtigen Materialien der verwendeten Wärmeaustauscher Rechnung.

In vielen kritischen Prozessen, zum Beispiel bei der Verflüssigung von hochgiftigem Chlor, das unter anderem bei der Kunststoffherstellung benötigt wird, ist der Einsatz von Rohrbündelwärmetauscher Standard in der Branche. So ist bei hoher Leckagesicherheit der Einsatz nur eines Wärmeaustauschers möglich, was sich auch durch niedrigere Anfangsinvestition sowie geringeren Wasser- und Energieverbrauch auszahlt. Wir bieten auch patentierte Lösungen für wichtige Detailprozesse, zum Beispiel zur Kühlung besonders reiner Gase.

Dank ausgewählter Materialien sind aggressive Medien auch für unsere Plattenwärmetauscher kein Problem. Sie haben sich sogar bei Schwefel- oder Salzsäure, Natron, Bleichlauge und in chemischen Bergbauanwendungen bewährt. Eine optimierte Kanalgeometrie verhindert unerwünschte Anhaftungen – das sogenannte Fouling – selbst bei schwierigen Medien wie beispielsweise Latexdispersion. Für die Erhitzung von Dampf oder Medien zur Reinigung und Desinfektion stehen gelötete oder geschweißte Plattenwärmetauscher zur Verfügung, die für deutlich höhere Betriebsdrücke geeignet sind.

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